19. Mai 2026 / Statement des gemeinsamen Elternbeirates München (GEBKRI, GKB, GEBHT) zur geplanten Erhöhung der Kita-Gebühren
Die Ankündigung steigender Betreuungskosten – bei Krippe, Kindergarten und Essensgeld – verunsichert derzeit viele Münchner Familien, und diese Sorgen nehmen wir als GEB sehr ernst.
München ist bereits heute die teuerste Stadt Deutschlands. Steigende Kosten in allen Lebensbereichen bringen viele Familien – insbesondere Geringverdiener, Normalverdiener und die Mittelschicht – schon jetzt an ihre Belastungsgrenze. Weitere Mehrkosten bei der Kinderbetreuung können da zum entscheidenden Kipppunkt werden.
Besonders kritisch sehen wir, dass bislang nicht bekannt ist, wie die einkommensabhängige Staffelung konkret ausgestaltet werden soll. Genau hier liegt jedoch der entscheidende Punkt: Eine Gebührenerhöhung ohne klare und faire Staffelung geht zulasten genau jener Familien, die sich München kaum noch leisten können. Wir bedauern sehr, dass Zahlen veröffentlicht wurden, bevor die entscheidenden Details ausgearbeitet sind – dies trägt maßgeblich zur aktuellen Verunsicherung bei.
Aus unserer Sicht sollte frühkindliche Bildung grundsätzlich kostenfrei bleiben. Wir werden uns in jedem Fall als Gremien dafür einsetzen, dass die Sorgen der Eltern gehört werden, dass alle Informationen transparent kommuniziert werden – und dass, sollte sich die Gebührenerhöhung angesichts der Haushaltslage nicht vermeiden lassen, die Staffelung so gestaltet wird, dass sie der Münchner Lebensrealität tatsächlich entspricht.
GEBKRI, GKB, GEBHT
2. April 2026 / BayKiBiG-Reform: Elternmitwirkung darf nicht auf der Strecke bleiben
Derzeit befindet sich eine Änderung des Bayerischen Kinderbildungsgesetzes (BayKiBiG) in der Vorbereitung – ein umfangreiches Gesetzgebungsvorhaben, das viele Bereiche der Kindertagesbetreuung betrifft. Bei der Durchsicht des Entwurfs sind uns Punkte aufgefallen, die die Mitwirkungsmöglichkeiten von Elternbeiräten unbeabsichtigt beeinträchtigen könnten.
Konkret sehen wir drei Schwachstellen: Erstens könnte eine neue Formulierung den Elternbeirat in eine bloß unterstützende Rolle gegenüber Leitung und Träger drängen – statt ihn als eigenständige Interessenvertretung der Familien zu verankern. Zweitens könnten mit der Streichung konkreter Beratungsbereiche klare Orientierungspunkte für alle Beteiligten wegfallen, was in der Praxis eher zu mehr Konflikten als zu weniger führen dürfte. Drittens soll die bisherige Regelung ersatzlos gestrichen werden, die eine Einbindung des Elternbeirats bei der Fortschreibung der pädagogischen Konzeption vorsieht – also bei der Weiterentwicklung eines der wichtigsten Dokumente einer Einrichtung.
Wir setzen uns dafür ein, dass Elternmitwirkung nicht geschwächt, sondern gestärkt wird. Aus diesem Grund haben wir uns erlaubt, die entsprechenden Passagen zu kommentieren und unsere Änderungsvorschläge an die zuständigen politischen und kommunalen Stellen weiterzuleiten.
GEBKRI, GKB, GEBHT
Sonderausgabe des Newsletters GEB NEWS zur Kommunalwahl 2026
Familien eine Stimme geben – Eure Wahl am 8. März zählt
Liebe Eltern, liebe Erziehungsberechtigte und Elternvertreter*innen der Städtischen Einrichtungen in München,
am 8. März 2026 wird in München gewählt. Während öffentlich vor allem über Wohnungsmangel, Verkehr und Sicherheit diskutiert wird, fragt man sich als Familie: Und wo bleiben wir? Wo sind die konkreten Antworten zu Kitaplätzen, verlässlichen Betreuungszeiten, sicheren Verkehrswegen für unsere Kinder und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Als Gemeinsame Elternbeiräte haben wir fünf OB-Kandidaten zum Gespräch gebeten: Den Amtierenden OB Dieter Reiter (SPD), Dominik Krause (Grüne), Clemens Baumgärtner (CSU), Prof. Dr. Michael Piazolo (FREIE WÄHLER) und Tobias Ruff (ÖDP).
Wir wollten wissen: Welchen Stellenwert haben Krippe, Kindergarten, Schule und Hort – gerade angesichts der städtischen Finanzkrise? Wie werden Familien entlastet, ohne dass die Betreuungsqualität leidet? Was wird konkret getan, damit Kinder sicher zur Kita und Schule kommen? Und besonders spannend – was davon passiert wirklich in den ersten 100 Tagen?
Die Antworten sind vielfältig und manchmal überraschend konkret: Von Wohnraum für ErzieherInnen über kostenlosen ÖPNV für Kinder bis zu flexibleren Betreuungsmodellen. Manche setzen auf mehr Personal, andere auf bessere Organisation. Einige wollen bei Prestigeprojekten sparen, andere betonen neue Finanzierungsmodelle.
Um euch eine fundierte Wahlentscheidung zu ermöglichen, haben wir die Gespräche mit den Kandidaten für euch aufbereitet. Was euch in diesem Newsletter erwartet:
- Die vollständigen Interviews mit allen fünf OB-Kandidaten
- Kurzzusammenfassungen der wichtigsten Positionen jedes Kandidaten zu frühkindlicher Bildung und Betreuung
- Eine Analyse, die aufzeigt, wo sich die Kandidaten einig sind und wo die größten Unterschiede in ihren Ansätzen liegen
- Unser Fazit als Elternbeiräte – nicht als Wahlempfehlung, sondern als Einordnung der familienpolitischen Schwerpunkte
Wir als Elternbeiräte bewerten diese Positionen nicht. Wir machen sie transparent – damit Ihr am 8. März selbst entscheiden könnt, wem Ihr Eure Stimme gebt. Eines aber ist uns wichtig zu betonen: Familien sind kein Randthema. Sie sind die Zukunft dieser Stadt. Wer bei Kindern spart, spart an der Zukunft. Und wer Eltern nicht entlastet und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert, verliert Fachkräfte, die diese Stadt dringend braucht.
Daher unser Appell: Geht zur Wahl. Nutzt Eure Stimme.
Macht deutlich, dass Familienthemen in München den Stellenwert bekommen müssen, den sie verdienen.
Eure Gemeinsamen Elternbeiräte
Für mehr Sichtbarkeit. Für echte Prioritäten. Für Münchner Familien.
Wir setzen uns für die Ganztagesbetreuung der Münchner Kinder ein!
Euer Nachwuchs ist in einer städtischen Betreuungseinrichtung (Krippe, Kindergarten, Hort oder Tagesheim) in München? Dann seid ihr bei uns richtig:
Wir sind die gemeinsamen Elternbeiräte des städtischen Trägers.
Unsere Mitglieder werden jährlich aus den Vertretern der Einrichtungen gewählt und sind ehrenamtlich tätig.
Wir vertreten für unsere Einrichtungen gegenüber der Stadt München die Interessen aller Kinder und deren Sorgeberechtigten.
Bei Entscheidungen, die alle Einrichtungen und Eltern betreffen, werden wir unterrichtet und haben ein Anhörungsrecht im Stadtrat.
Mitarbeiterbesprechungen (MAB) am Nachmittag statt abends? Ein gemeinsamer Weg zur Entlastung des Kita-Personals und Vermeidung von Personalengpässen!
Der anhaltende Personalmangel beschäftigt viele Kitas in München trotz vielseitiger Personalakquise weiterhin. Zur Vermeidung übermäßiger Überstunden durch abendliche Mitarbeiterbesprechungen (MAB), die meist abends zwischen 17 und 19 Uhr stattfinden, hat der Städtische Träger eine Idee eingebracht, die aktuell in den Teams der Einrichtungen diskutiert werden kann: Statt wie bisher abends, könnte einmal im Monat die MAB bereits am Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr stattfinden.
Das Ziel ist es, durch diese zeitliche Verschiebung die Belastung des Personals zu reduzieren und gleichzeitig eine gute Betreuung der Kinder zu sichern. Die Umsetzung dieses Vorschlags ist freiwillig und wird von jeder Einrichtung individuell entschieden. Voraussetzung ist eine enge Abstimmung zwischen Einrichtungsleitung, pädagogischem Personal und dem jeweiligen Elternbeirat bzw. der Eltern. Eltern würden dabei zu Beginn des Kitajahres über die Termine informiert werden und wenn nötig, kann für den betroffenen Zeitraum eine Notbetreuung in der Einrichtung organisiert werden. Ein entsprechendes Informationsschreiben der Einrichtung wird im Vorfeld verteilt.
Das Modell soll ab September erprobt werden. Die Idee wird dort weiterverfolgt, wo sie praktikabel ist. Wenn eine Einrichtung gemeinsam mit ihrem Elternbeirat eine Lösung findet, profitieren alle Seiten: Für die Mitarbeitenden bedeutet es spürbare Entlastung, für die Kinder verlässliche Betreuung – und für die Eltern die Möglichkeit, durch konstruktives Mitwirken zur Stabilisierung des Kita-Alltags beizutragen.
Arbeitsgruppe Sichere Verkehrswege Kita / Schule: Gut und sicher in die Schule und wieder zurück
Wir als Eltern in München verfolgen das Leben unserer Kinder hautnah. Ein Großteil davon findet zur Zeit in der Grundschule und der Ganztageseinrichtung statt. Der sichere Weg dorthin und zurück ist für uns alle daher von besonderer Bedeutung.
Auch wenn in den letzten Jahren die Möglichkeiten zur Sicherung der Schulwege besser geworden sind, sehen wir mit unserer Ortskenntnis noch viel Potenzial. Das wollen wir mit der AG Schulwegsicherheit und den Verantwortlichen der Stadt München gemeinsam heben – überparteilich, pragmatisch und rein im Interesse der Sache: zeitgemäß abgesicherte Schulwege für unsere Kinder!
Expert*innengruppe mit dem MOR gegründet
Nach konstruktiven Auftaktgesprächen mit Verantwortlichen des RBS (Referat für Bildung und Sport) und Bürgermeistern Verena Dietl hat die AG mit dem MOR (Mobilitätsreferat) eine Taskforce gegründet. Das MOR ist für die Maßnahmen der Schulwegsicherheit federführend. Ziel der Zusammenarbeit ist es, daß jede Schule ein zukunftsfähiges Verkehrssicherheitskonzept erhält, mit welchem das MOR die Schulstandorte verkehrssicher für die Kinder gestaltet.
Mit Schnittstellenthemen wie der Schulwegsicherheit, an denen mehrere Gremien (MOR, RBS, Verkehrspolizei, Eltern u.ä.) beteiligt sind, tut sich die städtische Organisation noch schwer. Es fehlen übergreifende Teams, die alle nötigen Kompetenzen mit Durchgriff und einem klaren Umsetzungsmandat verbinden. Umso erfreulicher ist die Taskforce der AG mit dem MOR – sie kann eine Blaupause dafür sein, wie sich die Stadt München bürgernäher aufstellt. In Sachen Schulwegsicherheit ist dies auch dringend nötig, wie die Zunahme z.B. von Elterntaxis und die Verrohung unter den Verkehrsteilnehmern täglich eindrücklich belegen.
Mehr Informationen zum Stand der Dinge erhältst du in der Pressemitteilung der AG Schulwegsicherheit.
Erfahrungsaustausch mit den Elternbeiräten ist wichtig!
Wir suchen ab sofort Ideen, wie die Schulwegsicherung an Grundschulen und Ganztageseinrichtungen in München weiter verbessert werden kann. Wenn ihr dem Elternbeirat einer der o.g. Einrichtungen angehört, schickt uns bitte eure Vorschläge und Vorstellungen! Bezieht euch dabei gerne auf die individuelle Situation an euren Einrichtungen.
Für das Feedback nutzt gerne unsere E-Mail-Adresse info@gebht.musin.de oder das Kontaktformular auf der GEBHT-Unterseite.
Besten Dank für euren Support!
Referat für Bildung und Sport
Elternbüro
Ledererstr. 17
80331 München
S-Bahn: Isartor oder Marienplatz
Per E-Mail erreichen sie uns unter info@gebkri.musin.de
Instagram: @gebkri_muenchen
Referat für Bildung und Sport
Elternbüro
Ledererstr. 17
80331 München
S-Bahn: Isartor oder Marienplatz
Per E-Mail erreichen sie uns unter info@gkb.musin.de
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Referat für Bildung und Sport
Elternbüro
Ledererstr. 17
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